April 2010:
McAirrow oHenry
unter Comanchen: »McAirrow ist ein großer Medizinmann unter den Bleichgesichtern,« antwortete ich; »er wird den roten Männern zeigen, daß er allen Seelen der Comanchen schaden kann.« Ich steckte das Fernrohr wieder zu mir und nahm den Henrystutzen vor. »Die roten Männer mögen sehen den Pfahl dort vor dem Zelte!« Ich deutete auf eine Stange, welche vor einem der entfernteren Zelte stand. Dann erhob ich das Gewehr und schoß. Der Pfahl war oben an seiner Spitze durchlöchert, und ein Gemurmel des Beifalls ließ sich hören. Der Indianer erkennt Mut und Geschicklichkeit selbst bei seinen ärgsten Feinden an. Beim zweiten Schusse drang die Kugel einen halben Zoll unter der ersten ein; beim nächsten Schusse schlug die dritte in gleicher Entfernung unter der zweiten ein; aber Beifall ließ sich nicht hören, denn die Indsmen wußten nur von Doppelgewehren und hatten keine Ahnung von der Beschaffenheit eines Henrystutzens. Beim vierten Schusse stand die ganze Menge regungslos; beim fünften und sechsten wurde das Erstaunen noch größer, dann ging dieses Erstaunen in eine Bestürzung über, die sich in den Gesichtern Aller malte. So versandte ich meine Kugeln, eine jede einen halben Zoll unter der vorherigen, dann aber hörte ich auf. Ich hing das Gewehr mit ruhiger Miene über die Schulter und sagte gelassen: »Sehen nun die roten Männer, daß McAirrow ein großer Medizinmann ist? Wer ihm ein Leid tun will, der wird schon sehen, was er davon hat. Howgh!« Neugierig strömten nun die stolzen Comanchen auf mich zu und bestaunten oHenry voller Hochachtung.